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Digitales Büro

Was kostet IT-Support? Stundensatz, Pauschale und die ehrliche Rechnung

Der Markt versteckt Support-Preise hinter »individuellen Angeboten«. Ich lege sie offen: Stundensätze, Pauschalen, Managed Services als Spannen – plus die Rechnung, warum verhinderte Ausfälle billiger sind als jeder Notdienst.

Holzschreibtisch mit Stiftebecher, Espressotasse, aufgeklapptem Laptop und einem Blatt mit Kugelschreiber

»Was kostet denn Ihr IT-Support?« Die häufigste Frage im Erstgespräch. Und die, um die sich die meisten Anbieter am elegantesten herumdrücken.

Statt einer Zahl bekommen Sie ein »individuelles Angebot«. Klingt nach Service. Ist oft nur die Methode, den Preis so lange zu verschleiern, bis Sie zu tief im Gespräch stecken, um noch Nein zu sagen.

Ich mache das anders. Hier stehen Größenordnungen. Keine centgenaue Garantie, sondern ehrliche Spannen, an denen Sie sich orientieren können. Dazu die drei Preismodelle, ihre Haken und die eine Rechnung, die kaum jemand aufmacht.

Denn der billigste Support ist nicht der mit dem niedrigsten Stundensatz. Es ist der, der den Ausfall verhindert.

Warum niemand gern einen Preis nennt

Warum das Schweigen? Weil ein genannter Preis vergleichbar ist. Und Vergleichbarkeit ist das Letzte, was ein Anbieter will, der über nötige Anfahrten und »kleine Zusatzposten« abrechnet.

Das »Kommt drauf an« ist selten Bescheidenheit. Es ist Kalkül. Sie sollen erst reden, dann rechnen. Ich drehe die Reihenfolge um: erst die Zahlen, dann das Gespräch. Wer nach dem Lesen weiß, dass es nicht passt, hat sich und mir einen Termin gespart. Auch ein klares Nein ist ein sauberes Ergebnis.

Die drei Modelle: Feuerwehr, Wartungsvertrag, Managed

IT-Support wird in drei Grundformen verkauft. Die Namen ändern sich je nach Anbieter, das Prinzip nicht.

Feuerwehr: Stunden bei Bedarf

Etwas ist kaputt, Sie rufen an, es wird nach Aufwand abgerechnet. Kein Vertrag, keine feste monatliche Zahlung. Klingt sparsam. Der Haken: Sie zahlen, wenn es schon brennt, und die Feuerwehr kommt, wenn sie Zeit hat. Am Tag des Ausfalls sind Sie der zweite Anruf, nicht der erste.

Wartungsvertrag: die Pauschale

Ein fester Monatsbetrag deckt Updates, Überwachung, Backup-Kontrolle und einen definierten Support-Rahmen ab. Sie zahlen für Ruhe, nicht für Feuer. Der Haken: Es ist eine laufende Kostenposition, auch in Monaten, in denen scheinbar nichts passiert. Genau dann arbeitet die Wartung übrigens am besten.

Managed Services: alles inklusive

Der volle Rundum-Vertrag. Der Dienstleister übernimmt Ihre gesamte IT als Verantwortung, meist pro Arbeitsplatz abgerechnet, oft mit garantierter Reaktionszeit. Für Betriebe ab einer gewissen Größe sinnvoll. Für den Drei-Personen-Handwerksbetrieb häufig überdimensioniert. Ehrlich ist ehrlich.

ModellSie zahlenPasst fürDer Haken
Feuerwehrpro Stunde, nur im Notfallseltene Probleme, kleines Setupreagiert erst, wenn es brennt
Wartungsvertragfeste Pauschale im MonatBetriebe, die auf ihre IT angewiesen sindläuft auch in ruhigen Monaten
Managed Servicespro Arbeitsplatz im Monatgrößere Teams, hohe Ausfallkostenoft mehr, als ein Kleinbetrieb braucht

Was kostet das konkret?

Jetzt die Zahlen. Als Spannen, wie versprochen, denn Region, Umfang und Reaktionszeit verschieben jeden Preis.

Der Stundensatz eines IT-Dienstleisters liegt grob zwischen 80 und 150 Euro netto. Nach unten gibt es Einzelkämpfer, nach oben spezialisierte Firmen mit Bereitschaftsdienst. Bei einem auffällig niedrigen Stundensatz – sagen wir 40 Euro – lohnt es sich zu hinterfragen, wo der Preis wirklich sitzt. Oft steckt er woanders: in der Anfahrt, in Mindestabnahmen, in Nachträgen. Dazu gleich mehr.

Wartungspauschalen hängen an der Zahl der Geräte und am Leistungsumfang. Als Hausnummer für Managed Services bewegen sich viele Angebote grob im Bereich von 30 bis 80 Euro pro Arbeitsplatz und Monat. Ein reiner Wartungsvertrag ohne Voll-Betreuung liegt darunter.

Meine Karten liegen offen auf dem Tisch: Das Erstgespräch ist kostenlos, die laufende IT-Betreuung gibt es bei mir ab 149 Euro im Monat, reine Website-Wartung ab 49 Euro. Ich arbeite remote, also über eine gesicherte Fernverbindung aufs Gerät statt über die Autobahn zu Ihnen. Das spart die Anfahrt. Und Anfahrt ist Zeit, und Zeit ist Ihr Geld, nicht meins.

Die ehrliche Rechnung: Was ein Ausfalltag kostet

Rechnen wir gemeinsam, ganz generisch, ohne erfundene Fallstudie. Nehmen Sie einen Betrieb mit fünf Leuten. Steht der Server oder das zentrale Programm einen Arbeitstag still, arbeiten fünf Menschen nicht. Rechnen Sie deren Stundenlohn plus Nebenkosten zusammen, kommen schnell mehrere hundert bis über tausend Euro an reinem Personalaufwand zusammen. An einem einzigen Tag.

Dazu kommt, was nicht auf der Lohnabrechnung steht: der nicht erreichbare Kunde, der abgesagte Termin, die Rechnung, die einen Tag später rausgeht. Der Malerbetrieb, dessen Angebotsprogramm streikt, verliert nicht nur den Nachmittag. Er verliert vielleicht den Auftrag an den Kollegen, der schneller antwortet.

Und jetzt legen Sie eine Jahres-Wartungspauschale daneben. Ein einziger verhinderter Ausfalltag zahlt oft mehrere Monate Wartung. Das ist keine Verkaufsmasche, das ist Arithmetik. Prävention ist billiger als Reparatur. Immer.

Versteckte Kosten beim Billig-Anbieter

Zurück zu den 40 Euro die Stunde. Ein niedriger Stundensatz ist selten der Endpreis. Er ist der Köder. Worauf Sie im Kleingedruckten achten sollten:

  • Anfahrtspauschalen: pro Einsatz extra, teils mit angefangener Stunde ab dem Losfahren. Bei einem Vor-Ort-Dienstleister summiert sich das schneller als der eigentliche Support.
  • Mindestabnahmen: »abgerechnet wird je angefangene Stunde«. Die Zehn-Minuten-Frage kostet dann eine volle Stunde.
  • Extraposten für Kleinkram: das »schnelle Update«, der »kurze Blick aufs Backup«, jeweils als eigene Position auf der Rechnung.
  • Reaktionszeit gegen Aufpreis: Support ja, aber schnell nur im teureren Paket.
  • Lizenzen mit Marge: fremde Abos, die mit stillem Aufschlag weiterberechnet werden. Den Aufschlag erkennen Sie nur, wenn Sie wissen, was Cloud-Speicher regulär kostet.

Am Ende steht auf der Rechnung ein Vielfaches des beworbenen Stundensatzes. Der günstige Preis war nie der Preis. Er war die Überschrift.

Wann sich der Vertrag für Sie nicht lohnt

Jetzt die Gegenrede, sonst wäre es einseitig. Nicht jeder braucht einen Wartungsvertrag.

Sind Sie solo unterwegs, mit einem Laptop, ohne Server, ohne Branchensoftware, die ausfallen könnte? Dann reicht oft das Feuerwehr-Modell plus ein sauber eingerichtetes Backup. Sie zahlen nur, wenn wirklich etwas ist. Alles andere wäre ein Abo für Luft. Stecken Sie das gesparte Geld lieber in eine eigene E-Mail-Domain statt @gmail.com – die kostet wenige Euro im Monat und wirkt bei jedem Kunden seriöser.

Die Faustregel: Je mehr Menschen von einem System abhängen und je teurer eine Stunde Stillstand ist, desto eher lohnt die Pauschale. Ein Verein, der zweimal im Jahr eine Frage hat, ist bei fester Wartung falsch aufgehoben. Ein Fünf-Personen-Büro, das ohne seine Software nicht arbeiten kann, ist genau richtig. Und manches kostet gar keinen Vertrag, sondern nur eine Entscheidung – etwa der Wechsel von WhatsApp zu einem sicheren Messenger wie Signal oder Threema. Was für Sie stimmt, finden wir gemeinsam heraus, ohne dass Ihnen jemand einen Vertrag andreht.

Was kostet IT-Support jetzt für Sie?

Bleibt die Frage vom Anfang: Was kostet IT-Support in Ihrem Betrieb? Die Modelle, die Spannen und die Ausfall-Rechnung kennen Sie jetzt. Die Zahl darunter hängt an Ihren Geräten, an Ihren Ausfallkosten und daran, was Sie tatsächlich abgesichert haben wollen. Genau das rechnen wir im Erstgespräch zusammen durch – kostenlos, per Bildschirmfreigabe von Ihrem Schreibtisch aus, gleich in welcher Ecke Deutschlands der steht. Ich sage Ihnen, welches Modell zu Ihren Zahlen passt, und wenn die ehrliche Antwort »noch keins« lautet, hören Sie auch die. Sie reden dabei nicht mit einem Vertrieb, sondern direkt mit der Person, die später die Wartung übernimmt. Die Details zum Angebot stehen unter Support und Wartung.

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