Hamm lebt vom Takt. Im Stadthafen am Datteln-Hamm-Kanal werden jedes Jahr rund 1,6 Millionen Tonnen per Schiff umgeschlagen; damit ist er der zweitgrößte öffentliche Kanalhafen Deutschlands. Der Rangierbahnhof war einmal einer der größten Europas und wird gerade zu einem Umschlagterminal für den kombinierten Verkehr umgebaut. Und im inlogparc an der Stadtgrenze zu Bönen rollen Lastwagen über eine eigene Anschlussstelle von der A2 direkt aufs Gelände.
Wo alles im Takt läuft, ist Stillstand teuer. Stillstand kommt heute selten vom Wetter. Er kommt von einer verschlüsselten Datei, einem Server, der nicht mehr hochfährt, oder einem Zugang, den ein längst ausgeschiedener Mitarbeiter immer noch hat.
Ich bin Dominik De Marco, meine Einzelfirma sitzt an der Speicherstraße im Dortmunder Hafen. Über die A2 sind es rund 40 Kilometer bis Hamm, gut vierzig Minuten – nah genug, um vor Ihrem Serverschrank zu stehen, wenn es sein muss. Denn ein Netzwerk ist kein Wölkchen. Es ist Kabel, Dosen und ein Gerät in einem Raum, den Sie abschließen können.
IT-Sicherheit für Hamm: das Fundament
Kein Abo mit Rundum-Versprechen, sondern ein Fundament, das Sie verstehen. Sechs Punkte, und zwar in dieser Reihenfolge.
- Bestandsaufnahme statt Bauchgefühl. Was steht wo, was ist von außen erreichbar, welcher Ausfall tut zuerst weh und wie lange halten Sie ihn aus.
- Firewall und getrennte Bereiche. Büro, Werkstatt, Kasse und Gäste gehören nicht ins selbe Netz – schon damit ein einzelnes Problem nicht sofort alles mitreißt.
- Sicherer Zugang von unterwegs. Wer aus dem Homeoffice oder vom Kundentermin auf Firmendaten zugreift, braucht einen verschlüsselten Tunnel. Warum ein offener Fernzugriff die gefährlichste Abkürzung im Betrieb ist, steht in Homeoffice ohne VPN.
- Sicherungen, die geprüft werden. Automatisch, verschlüsselt, versioniert und regelmäßig zurückgespielt. Womit das technisch sauber funktioniert, habe ich in Borg und Restic beschrieben.
- Geordnete Zugänge. Ein Passwortspeicher statt Zetteln unter der Tastatur, ein zweiter Faktor auf allem, was von außen erreichbar ist, und ein fester Ablauf für den Tag, an dem jemand geht.
- Ein Notfallplan auf Papier. Steht das Netz, hilft keine Datei im Netz. Wie so ein Blatt aussieht, steht in IT-Notfallplan erstellen.
Der Weg von der Aufnahme zur Umsetzung
Angefangen wird klein. Das Erstgespräch kostet nichts. Danach bekommen Sie eine schriftliche Einschätzung in normaler Sprache: was gut ist, was ein Risiko ist, was zuerst drankommt. Keine Liste mit dreißig roten Punkten, die anschließend niemand abarbeitet.
Die Umsetzung teile ich sauber auf. Hardware, Verkabelung und alles, was Hände braucht, mache ich vor Ort in Hamm – nach Absprache auch außerhalb Ihrer Schichten, damit die Arbeit nicht steht. Alles Weitere – Einstellungen, Überwachung, Aktualisierungen – läuft per Fernzugriff und wird protokolliert. Wenn Sie die IT dauerhaft abgeben möchten, gibt es feste Betreuung ab 149 € im Monat, mit klaren Ansprechzeiten. Am anderen Ende der Leitung sitze dann ich, kein Ticketsystem mit Wartemusik.
Warum das gerade für Betriebe in Hamm passt
Hamm hat große Arbeitgeber: ein Zulieferwerk in Bockum-Hövel, einen Chemiestandort in Uentrop, dazu die Drahtindustrie. Die haben eigene IT-Abteilungen. Der Spediteur mit zwölf Lastwagen, die Werkstatt in Pelkum und das Ingenieurbüro in Heessen haben das nicht, hängen aber im selben Datenaustausch. Wer liefert, hat Kundendaten, Lieferscheine und Zugänge zu fremden Systemen im Haus. Genau das macht kleine Zulieferer interessant – nicht ihr Umsatz, sondern ihre Verbindungen.
In Hamm-Uentrop steht übrigens zwischen Baustoffhandel und Gewerbehallen der größte tamilisch-hinduistische Tempel Europas, geweiht im Sommer 2002. Wer glaubt, in einem Gewerbegebiet stehe nur Erwartbares, war noch nicht dort. Ähnlich überraschend ist regelmäßig, was zum Vorschein kommt, wenn ich einen Serverschrank zum ersten Mal öffne. Damit die Erwartung stimmt: Ich bin Einzelunternehmer. Es gibt hier keine Rufbereitschaft und keinen zweiten Techniker, der einspringt. Betreuung rund um die Uhr gibt es bei mir nicht, und für einen Betrieb, der durchgehend produziert und binnen Minuten Hilfe braucht, ist ein größerer Dienstleister die richtige Wahl. Das sage ich im Erstgespräch, nicht erst, wenn es brennt.
Häufige Fragen aus Hamm
Wir arbeiten im Schichtbetrieb. Wann wird umgestellt?
Nach Ihrem Takt, nicht nach meinem. Umbauten am Netzwerk lege ich auf Zeiten, in denen wenig läuft, und ich sage Ihnen vorher, wie lange ein Bereich ausfällt und was passiert, wenn etwas nicht klappt. Der Rückweg gehört dazu: Jede größere Änderung bereite ich so vor, dass sie sich innerhalb weniger Minuten zurücknehmen lässt.
Unser Steuerberater hat Fernzugriff auf den Server. Ist das ein Problem?
Nicht zwangsläufig, aber es gehört geregelt. Fremde Zugänge sind einer der häufigsten offenen Wege in kleine Betriebe: Sie laufen jahrelang mit, niemand prüft sie, und oft dürfen sie deutlich mehr, als sie müssten. Ich sehe nach, wer von außen was darf, begrenze die Rechte auf das Nötige und schreibe es auf. Nebenbei ist genau das die Frage, die bei einer Prüfung nach Datenschutzrecht als Erstes kommt.
Reicht unsere externe Festplatte als Sicherung?
Als einzige Kopie nicht. Eine Platte, die dauerhaft am Rechner hängt, verschlüsselt ein Trojaner gleich mit. Und liegt sie im selben Raum wie der Server, hilft sie bei Feuer oder Wasserschaden ebenfalls nicht. Es braucht mehrere Kopien, davon eine außer Haus und eine, die nicht ständig erreichbar ist. Wichtiger als jede Technik ist aber der Test: Wer nie zurückgespielt hat, weiß nicht, ob er ein Backup besitzt.